Kloster Benediktbeuern

Bald haben wir es geschafft, dieses wahnsinnige Jahr. Ich plane munter weiter auch bei absoluter Planungsunsicherheit. Also eigentlich plane ich mein zweites Solo-Programm. Es soll heißen: „Eine Frau sieht weißblau“ und es soll im Februar Premiere haben. Was im Februar möglich sein wird, weiß natürlich niemand. Ich möchte allerdings gern gewappnet sein für den Fall der Fälle. Falls ich im Februar irgendwie spielen darf, dann muss ich also ein neues Programm haben. Jetzt könnte man meinen, so viel Zeit wie ich aktuell frei zur Verfügung habe, habe ich ja sonst nie, also wo ist das Problem? Das Problem ist natürlich die allgemein triste Stimmung, die traurige Gesamtsituation, die mir jede kreative Idee killt. Ich kann mich schwer aufraffen und noch schwerer konzentriert bleiben. Deshalb bin ich nach wie vor Meisterin der Verdrängung.

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Benediktbeuern: König Otto I. und der Frühschoppen

Wenn das Wetter dermaßen unbeständig ist wie zurzeit, dann sollte man jeden schönen Tag spontan nutzen. So zum Beispiel für einen Ausflug nach Benediktbeuern, wo nicht nur ganz bequem der Zug direkt von München aus hin fährt, sondern wo es vor allem viel Schönes zu entdecken gibt.

Die Basilika, der Kräutergarten, der Klostergarten und natürlich der Biergarten – all das ist ohnehin immer einen Besuch in Benediktbeuern wert. Dazu kommt zurzeit noch eine kleine, aber sehr feine Ausstellung über den vergessenen König Ott0 I. Der jüngere Bruder von Ludwig II. war immerhin 30 Jahre bayerischer König, allerdings aufgrund seiner psychischen Erkrankung keinen einzigen Tag davon in der Lage, die Regierungsgeschäfte zu führen. Dies tat an seiner Stelle sein Onkel Luitpold. Bei der Krönung war Otto bereits seit drei Jahren auf Schl0ß Fürstenried interniert. Sein Leben, die Entwicklung seiner Geisteskrankheit sind genauso Teil der Ausstellung wie Vergleiche mit seinem viel berühmteren Bruder und die „Heilmethoden“ der Psychiatrie seiner Zeit. Die Ausstellung ist noch bis 12. Juli zu sehen.

Ein Besuch am Sonntag ist dringend empfohlen, denn dann gibt es bei gutem Wetter im klösterlichen Biergarten einen Musikfrühschoppen. Gegen einen kleinen Abstecher zum Starnberger See auf dem Rückweg spricht auch rein gar nix.