Podcast geht in die Pause

Finale! Die erste Staffel von meinem bairischen Podcast „Aufgschnappt“ ist beendet. Hier gehts direkt zur finalen Folge 24. Es war eine schöne Zeit und jede Folge hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber in dieser besonderen Corona-Zeit fehlen mir Motivation und Elan. Ohne den Austausch mit meinen Mitmenschen, ohne Inspiration wird sogar das Podcasten zach. Deshalb schicke ich „Aufgschnappt“ jetzt in die verdiente Pause und konzentriere mich auf andere künstlerische Arbeiten wie neue Texte für ein neues Programm. Das ist schon schwer genug!
Vielen Dank fürs fleißige Zuhören und die netten Nachrichten zu meinem Podcast. Besonders möchte ich mich bei den wunderbaren Gästen bedanken!
Alle Folgen kann man weiterhin hier anhören: Podcast, oder auf Spotify.
Derzeit fällt es mir schwer, Dinge zu planen, aber ich nehme mir die nächste Staffel für den Herbst vor. Natürlich werde ich hier (und auf Facebook und Instagram) rechtzeitig Bescheid geben, wenn es weitergeht. Dann freue ich mich, wenn wieder viele Menschen zuhören.

Die weiteren Aussichten

Ich vermisse die Bühne! Ich vermisse meine Auftritte! Ok, ich vermisse auch das Geld, das mir die Auftritte bringen könnten, aber das klingt jetzt recht unromantisch … Claudia Pichler Foto: Kim Kino / Valentin
Aber im Ernst: Mir fehlen tatsächlich Menschen, Begegnungen, Erlebnisse. Diese Isolation ist eine echte Herausforderung für mich. (Für uns alle, ich weiß!) Ich komme eigentlich gut zurecht allein, mir wird es sogar oft „zu viel“, wenn zu viel um mich los ist. Aber jetzt klingt das grad wie ein schlechter Scherz. Wann rührt sich denn endlich wieder was? Wann darf es denn wieder menscheln?
Ja, wir brauchen noch Geduld. Wie lange genau das dauern soll, kann niemand verlässlich sagen. Ich jedenfalls habe bereits etliche Phasen der Trauerbewältigung durchlebt: Ich habe mich ganz am Anfang und ganz heimlich und ganz kurz gefreut über die Zwangspause, dann habe ich viel gejammert, geweint, getrunken, geschimpft und gezweifelt an mir und der ganzen Welt.

Doch jetzt ist es irgendwie anders. Oh und ich hoffe so sehr, dass es noch eine Weile so bleibt! Ich hab genug von meiner Resignation, ich spüre endlich wieder neuen Mut – und sogar etwas kreative Energie. Deshalb werde ich aber keine Corona-Kunst fabrizieren und Videos aus dem Homeoffice produzieren, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden (was aber für andere natürlich super funktionieren mag!).
Ich möchte gern etwas für das große „Danach“ schaffen, die ein oder andere Nummer schreiben, ein paar musikalische Eskapaden probieren oder neue Lieder kreieren. Es ist absurd schwer, sich auf andere Themen als das alles beherrschende Virus zu konzentrieren, aber da gibt es doch noch mehr. Ich muss sie nur noch finden und fassen. Und im „Danach“ wird man das dann hoffentlich auch hören wollen.

Mein Kalender 2020 ist ein absolutes Desaster. Die gestrichenen Termine deprimieren mich, die geballten Ersatztermine im jetzt übervollen Herbst geben einerseits Hoffnung, schüchtern mich andererseits auch etwas ein.
Nächstes Jahr soll mein zweites Solo-Programm Premiere feiern. Deswegen spüre ich auch diesen Druck, diese Corona-Pause für kreative Arbeit zu nutzen. Ich bin leider von Natur aus nicht sehr fleißig, eher faul sogar. Aber ich habe großen Respekt vor Terminen. Das ist das einzige, was mich wirklich motiviert. Deshalb planen wir also einfach viele schöne Termine für das nächste Jahr und das nächste Programm. Nur so kann ich mich selbst austricksen.

Als Bühnenkünstlerin braucht man Bestätigung. Ich bin noch nicht so lange solo unterwegs, aber auch ich merke schon, dass mich die Zeit der Isolation verunsichert. Sorgen, ob ich „vergessen“ werde, tauchen auf und sind vielleicht normal, wenn man sich schon zu sehr an den Applaus und unmittelbare Publikums-Reaktionen gewöhnt hat. Optimismus ist nicht gerade meine Stärke, aber ich hoffe einfach sehr, dass meine Veranstaltungen (spätestens) im Herbst alle möglich sein werden und genauso viel Freude bringen wie bisher. „Ned blöd … für a Frau!“ heißt mein aktuelles Programm, das ich auch schon vermisse. Alle Termine finden sich hier, falls es doch Mutige gibt, die sich jetzt gern Tickets kaufen möchten. Und hier noch ein kleiner Ausschnitt aus meinem Programm mit dem freundlichen Hinweis, dass man meinen Youtube-Kanal natürlich gern abonnieren kann.

 

Good Vibrations from the Corona Stüberl

Folge Nummer 21 von meinem bairischen Podcast „Aufgschnappt“ ist da – und diese Folge ist besonders geworden. Was gibt es Schönes zu berichten aus den letzten Wochen? Worüber hast Du Dich gefreut? – Das habe ich viele liebe und lustige Menschen gefragt und aus ihren Antworten eine bunte Podcast-Folge gebastelt. Stay positive and please don´t grantel! ❤
Mit Margreth Außerlechner, Roland Hefter, Franziska Wanninger, Michael Well, Birgitt und Loni Binder, Susanne Plassmann, Christian Tesch, Christian Lex, Lena Kettner, Moses Wolff und ganz viel Zuversicht.
Hier geht es zur aktuellen Folge. 

Mein Youtube-Kanal

Plötzlich habe ich so viel freie Zeit, unfreiwillig freie Zeit. Super! Was man da alles schaffen kann! Küche putzen, lustige Videos drehen, endlich den Keller ausmisten oder mindestens das Badkastl, Livestreams starten, ein neues Kabarett-Programm schreiben oder am besten gleich ein Film-Drehbuch. Ich mache davon rein gar nichts. Ich kann einfach nicht. Mich macht die Situation traurig und lethargisch. Aber das finde ich auch ok. In meiner aktuellen Podcast-Folge von Aufgschnappt  mache ich mir genau darüber Gedanken. Über all das, was ich tun könnte, aber nicht tue. Und über den Druck, den ich spüre, sobald ich in die sozialen Netzwerke schaue. Da hab ich nämlich den Eindruck, ALLE machen jetzt was. Nur ich nicht. Stimmt nicht. Muss ich mir nur immer mal wieder sagen.
Was ich schaffe, ist täglich aufstehen, mich anziehen, ein bisschen üben, Kontakt zu lieben Menschen halten, etwas lesen, viel essen und versuchen, meine gute Laune nicht zu verlieren. Das ist schon eine Menge! Und dazu kommt noch, dass ich immerhin schon zwei Ausschnitte von meinem Programm „Ned blöd … für a Frau!“, aufgezeichnet am 1.3.20, für Youtube ausgeschnitten und hochgeladen habe. Das ist sogar noch ein bisserl mehr! Sehen kann man die Videos auf meinem Youtube Kanal, den man natürlich abonnieren kann. Künftig sollen da noch ein paar mehr Videos dazukommen, aber bitte rechnet in der aktuellen Krisenzeit nicht mit zu viel. Es kommen wieder bessere, produktivere Zeiten!

„Pichler auf Tour“ ab jetzt in der MUH

IMG_7830Wie aus einer anderen Welt flatterte heute die MUH, die wunderbare Zeitschrift für bayerische Aspekte, in meinen Briefkasten und sagte freundlich: „Servus!“
Ich freue mich immer über die MUH, aber diesmal noch ein bisserl mehr, weil in dieser Nr. 36 die erste Folge meiner neuen Kolumne „Pichler auf Tour“ zu finden ist. Es ist komisch, mutet fast schon wie ein böser Scherz des Universums an, dass ausgerechnet in Zeiten von Corona-Ausgangsbeschränkung also meine Tour-Kolumne startet. Aber es werden ja auch wieder andere Zeiten kommen!
In „Pichler auf Tour“ darf ich meine Erlebnisse auf, hinter und rund um die bayerischen Kleinkunst-Bühnen teilen. Die erste Folge habe ich einem sehr wichtigen Thema gewidmet, nämlich der Brotzeit.

Die MUH möchte ich generell allen ans Herz legen. Auch diesmal sind darin sehr viele interessante Themen zu finden. Über das traurige Ende des „Nomiya“, das bayerisch-japanische Wirtshaus in München-Haidhausen, habe ich auch geschrieben. Es gibt einen Artikel zu „40 Jahre Gerhard Polt und die Well-Brüder“ von Ulrike Zöller, ein Interview mit Hanns Christian Müller, ein Update zu Dieter Wielands „Grün kaputt“ und vieles, vieles mehr. Die MUH kann man auch bequem online bestellen,und zwar hier. Und am besten gleich im ABO.

 

 

Isolation

Das sind keine leichten Zeiten, für niemanden von uns. Wenn einem als freie Künstlerin auf einmal sämtliche Einnahmen wegbrechen, dann ist das nicht gut. Aber mir ist bewusst, dass viele andere Menschen in dieser Krise ein noch schwereres Los gezogen haben. Ich hoffe einfach sehr, dass das für uns alle glimpflich ausgeht! Natürlich vor allem gesundheitlich, aber finanziell wäre es auch schön… Auf Facebook & Co. wimmelt es derzeit von Analysen der Lage, Appellen an die Menschheit, Sorgen und kreativem Output anderer Isolierter. Jede und jeder muss den für sie und ihn besten Weg finden, mit der Situation umzugehen. Mir tut mein Rückzug aus den sozialen Netzwerken gerade sehr gut. Ich gebe meinem Tag Struktur, was schon mit dem täglichen Anziehen (ja, das klingt banal!) anfängt. Ich übe viel, würde die unerwartete freie Zeit gern für neue Texte und Lieder nutzen, aber versuche gelassen zu bleiben, wenn das einfach noch nicht so gut funktionieren mag. Ich bin recht fassungslos über diese Situation und auch etwas in Schockstarre. Das lasse ich gern zu, bis es wieder aufwärts geht. Ich lese viel, telefoniere viel und denke viel nach. Ich wünsche Euch alles Gute, bleibt gesund, tauscht Euch aus und bleibt solidarisch. Ich freue mich auf die besseren, schönen Zeiten!

Meine Bühnenauftritte kommen mir in diesen Zeiten sehr weit weg vor. Der Bericht für die Abendschau entstand vor gut einem Jahr anlässlich der Premiere von meinem ersten Solo-Programm. Ich freue mich schon sehr, wieder spielen zu dürfen!

Jubiläum: 1 Jahr Solo-Kabarett

Juhu, ein Jubiläum! Ich feiere das 1. Jahr mit einem Solo-Programm „Ned blöd – für a Frau!“ Am 23. Februar 2019 war die Premiere im Altbau in Irsee und seitdem ist so viel passiert: Genau 30 Mal habe ich solo gespielt, viele schöne Brettl-Abende mit Kolleg*innen kommen dazu. Sehr sorglos bin ich gestartet. Es war aber dann doch recht fordernd und anfangs überfordend, ganz allein zu den Terminen zu reisen, sich zurechtzufinden, Soundcheck machen, allein zwei Stunden Bühnenprogramm zu meistern und schließlich mit (oft ungefragter) Kritik umzugehen. Von waghalsiger Bühnentechnik oder mysteriöser Brotzeit mal ganz abgesehen. Manchmal ist es ganz gut, wenn man sich vorher nicht zu viele Gedanken macht. Wer weiß, ob ich mich sonst getraut hätte!
Jetzt, ein Jahr später, kann ich sagen, dass die Freude überwiegt. Ich finde es super, allein für mein Programm verantwortlich zu sein und herauszufinden, ob meine Texte funktionieren. Ich freue mich, wenn Leuten mögen, was ich erzähle oder wie ich erzähle. Vor allem bin ich erstaunt und dankbar, dass immer so viele Menschen zu meinen Veranstaltungen gekommen sind und hoffe, dass das künftig so bleibt. Natürlich gefällt manchen auch nicht, was ich mache, aber damit kann ich umgehen. Am Anfang müssen wir uns halt erst finden, meine Publikum und ich.

Eigentlich habe ich gar nicht so recht Zeit für einen schönen Rückblick, weil es nämlich momentan richtig rund geht. Aber kurz will ich schon anhalten, mir alle spannenden, schönen, lustigen – ja auch schmerzhaften – Momente vor Augen führen. Und dann geht es munter weiter zu den nächsten Stationen! Auf dass das nächste Jahr genauso toll wird!

„Aufgschnappt“ #16 – Kleinkunst mit Birgitt Binder

Eine neue Podcast-Folge ist da! Und zwar Folge Nummer 16 meines bairischen Podcasts „Aufgschnappt“. Diesmal ist Birgitt Binder zu Gast, auch bekannt und berühmt als Börtschi. Sie ist Veranstalterin, Kleinkunst-Profi, Musikerin und Allrounderin. Seit fast zehn Jahren gestaltet sie das Programm für den Jakobmayer, ein wunderschöner Jugendstil-Saal mitten in Dorfen (Landkreis Erding). 

Aufgewachsen in München Giesing, lernte Birgitt Binder im legendären MUH die Kleinkunst-Szene kennen, zog dann in Dorfen das Veranstaltungslokal die „Soafa“ auf, ging als Managerin mit Hans Söllner auf Tour und landete schließlich wieder in Dorfen im Jakobmayer. Zwischendurch gründete sie eine Familie, steht gern selbst auf die Bühne – und achja, supersympathisch ist sie auch noch, die fabulöse Börtschi!

Diese Folge von Aufgschnappt findet man direkt hier bei Podigee. Alle Folgen natürlich auch auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts usw. Ich freue mich übrigens sehr über Abonnenten, positive Bewertungen oder Nachrichten. „Aufgschnappt“ findet man auch auf Instagram.

Solo-Auftakt in Bad Endorf

Mein erster Solo-Termin im neuen Jahr führte mich in Marias Kino in Bad Endorf. Das Kino aus den 50er Jahre ist ein wunderbarer Ort und wird sehr engagiert von einem Team Ehrenamtlicher geführt. Es war schon recht aufregend nach sieben Wochen wieder solo auf der Bühne zu stehen. Aber ja, es hat ganz gut geklappt. Ich freu mich sehr, dass so viele Leute da waren und bin gespannt auf die weiteren Veranstaltungen!

Adieu 2019, adieu Drühulio

Und schon ist das neue Jahr da! Es wird aufregend, bunt, lustig und sicher auch anstrengend. Aber zunächst möchte ich kurz zurückschauen und mich verabschieden von einer Rubrik, die mir sehr ans Herz gewachsen ist: das Weekly Drühulio mit Liesl Weapon. 26 Folgen sind es geworden, aber jetzt ist Schluss. Es hat sich ausge-ooo-t. Vielleicht geht es irgendwann weiter mit Reimen auf Ä oder I, aber O sicher nicht mehr.