Sommerliche Freuden

Meine Auftrittsmöglichkeiten sind derzeit spärlich gesät. Umso schöner, wenn ein Abend dann rundum wunderbar verläuft. So erging es mir am Sa 22.8. in Regensburg im Garten des Café Pernsteiner. Auf Einladung des Statt-Theaters durfte ich dort mein Solo spielen. Das Statt-Theater kann in absehbarer Zeit nicht öffnen, es ist ein kleines, gemütliches Keller-Theater, das mit Abstandsregeln keine Chance auf Wiedereröffnung hat. Doch dann wird eben open air improvisiert. Mich freut es sehr, wenn Veranstalter*innen trotz aller Widrigkeiten nicht aufgeben, sondern sich weiter für die Kultur einsetzen. Ich finde das in diesen schwierigen Zeiten alles andere als selbstverständlich.

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Video: Sofa und „Tierheilpraktikerin“

Am 7. März war eine meiner letzten Veranstaltungen vor dem Corona-Lockdown, und zwar die inklusive Open Stage „Mit Alles“ im Münchner TamS Theater von und mit Susanne Plassmann und Max Dorner und ihrem Verein Impulsion. Wie schön war es, vor echtem Publikum zu spielen! Von meinem Kurzauftritt gibt es jetzt ein tolles Video (am besten gleich meinen YouTube-Kanal abonnieren – Danke!)

Livestream-Lesebühne „Abgebrüht“

Claudia Pichler Foto: Sabine Schulte
Foto: Sabine Schulte

Juhu, ein Termin in Sicht! Und zwar findet am Dienstag, 23. Juni ab 20 Uhr die Livestream-Lesebühne „Abgebrüht“ von und mit Martina Pahr sowie Solly Aschkar, Christian Schmitz-Linnart und Mic Mehler statt. Ich bin auch dabei und habe mir vorgenommen, mindestens einen neuen Text zu lesen. Das Ganze findet via Zoom statt, man kann sich einfach anmelden, bekommt dann den Link zugeschickt und kann dann kostenlos zuschauen.

Hier geht es zur Anmeldung: https://muc-events.online/abgebrueht 

Für mich ist das ein schöner Anlass, um neue Texte zu schreiben. Das fällt mir zurzeit ja immer noch eher schwer. Ohne Auftritte und damit ohne Ziel bin ich einfach nicht so produktiv. Ich freu mich schon sehr darauf, wenn Veranstaltungen wieder mehr möglich sein werden, wenn ich endlich wieder richtig auftreten kann. Denn nur so kann ich meine Texte rundspielen und verbessern. Solange sehen wir uns eben online! Also schaut doch am Dienstag bei der Livestream-Ausgabe von „Abgebrüht“ vorbei.

 

Podcast geht in die Pause

Finale! Die erste Staffel von meinem bairischen Podcast „Aufgschnappt“ ist beendet. Hier gehts direkt zur finalen Folge 24. Es war eine schöne Zeit und jede Folge hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber in dieser besonderen Corona-Zeit fehlen mir Motivation und Elan. Ohne den Austausch mit meinen Mitmenschen, ohne Inspiration wird sogar das Podcasten zach. Deshalb schicke ich „Aufgschnappt“ jetzt in die verdiente Pause und konzentriere mich auf andere künstlerische Arbeiten wie neue Texte für ein neues Programm. Das ist schon schwer genug!
Vielen Dank fürs fleißige Zuhören und die netten Nachrichten zu meinem Podcast. Besonders möchte ich mich bei den wunderbaren Gästen bedanken!
Alle Folgen kann man weiterhin hier anhören: Podcast, oder auf Spotify.
Derzeit fällt es mir schwer, Dinge zu planen, aber ich nehme mir die nächste Staffel für den Herbst vor. Natürlich werde ich hier (und auf Facebook und Instagram) rechtzeitig Bescheid geben, wenn es weitergeht. Dann freue ich mich, wenn wieder viele Menschen zuhören.

Die weiteren Aussichten

Ich vermisse die Bühne! Ich vermisse meine Auftritte! Ok, ich vermisse auch das Geld, das mir die Auftritte bringen könnten, aber das klingt jetzt recht unromantisch … Claudia Pichler Foto: Kim Kino / Valentin
Aber im Ernst: Mir fehlen tatsächlich Menschen, Begegnungen, Erlebnisse. Diese Isolation ist eine echte Herausforderung für mich. (Für uns alle, ich weiß!) Ich komme eigentlich gut zurecht allein, mir wird es sogar oft „zu viel“, wenn zu viel um mich los ist. Aber jetzt klingt das grad wie ein schlechter Scherz. Wann rührt sich denn endlich wieder was? Wann darf es denn wieder menscheln?
Ja, wir brauchen noch Geduld. Wie lange genau das dauern soll, kann niemand verlässlich sagen. Ich jedenfalls habe bereits etliche Phasen der Trauerbewältigung durchlebt: Ich habe mich ganz am Anfang und ganz heimlich und ganz kurz gefreut über die Zwangspause, dann habe ich viel gejammert, geweint, getrunken, geschimpft und gezweifelt an mir und der ganzen Welt.

Doch jetzt ist es irgendwie anders. Oh und ich hoffe so sehr, dass es noch eine Weile so bleibt! Ich hab genug von meiner Resignation, ich spüre endlich wieder neuen Mut – und sogar etwas kreative Energie. Deshalb werde ich aber keine Corona-Kunst fabrizieren und Videos aus dem Homeoffice produzieren, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden (was aber für andere natürlich super funktionieren mag!).
Ich möchte gern etwas für das große „Danach“ schaffen, die ein oder andere Nummer schreiben, ein paar musikalische Eskapaden probieren oder neue Lieder kreieren. Es ist absurd schwer, sich auf andere Themen als das alles beherrschende Virus zu konzentrieren, aber da gibt es doch noch mehr. Ich muss sie nur noch finden und fassen. Und im „Danach“ wird man das dann hoffentlich auch hören wollen.

Mein Kalender 2020 ist ein absolutes Desaster. Die gestrichenen Termine deprimieren mich, die geballten Ersatztermine im jetzt übervollen Herbst geben einerseits Hoffnung, schüchtern mich andererseits auch etwas ein.
Nächstes Jahr soll mein zweites Solo-Programm Premiere feiern. Deswegen spüre ich auch diesen Druck, diese Corona-Pause für kreative Arbeit zu nutzen. Ich bin leider von Natur aus nicht sehr fleißig, eher faul sogar. Aber ich habe großen Respekt vor Terminen. Das ist das einzige, was mich wirklich motiviert. Deshalb planen wir also einfach viele schöne Termine für das nächste Jahr und das nächste Programm. Nur so kann ich mich selbst austricksen.

Als Bühnenkünstlerin braucht man Bestätigung. Ich bin noch nicht so lange solo unterwegs, aber auch ich merke schon, dass mich die Zeit der Isolation verunsichert. Sorgen, ob ich „vergessen“ werde, tauchen auf und sind vielleicht normal, wenn man sich schon zu sehr an den Applaus und unmittelbare Publikums-Reaktionen gewöhnt hat. Optimismus ist nicht gerade meine Stärke, aber ich hoffe einfach sehr, dass meine Veranstaltungen (spätestens) im Herbst alle möglich sein werden und genauso viel Freude bringen wie bisher. „Ned blöd … für a Frau!“ heißt mein aktuelles Programm, das ich auch schon vermisse. Alle Termine finden sich hier, falls es doch Mutige gibt, die sich jetzt gern Tickets kaufen möchten. Und hier noch ein kleiner Ausschnitt aus meinem Programm mit dem freundlichen Hinweis, dass man meinen Youtube-Kanal natürlich gern abonnieren kann.

 

Mein Youtube-Kanal

Plötzlich habe ich so viel freie Zeit, unfreiwillig freie Zeit. Super! Was man da alles schaffen kann! Küche putzen, lustige Videos drehen, endlich den Keller ausmisten oder mindestens das Badkastl, Livestreams starten, ein neues Kabarett-Programm schreiben oder am besten gleich ein Film-Drehbuch. Ich mache davon rein gar nichts. Ich kann einfach nicht. Mich macht die Situation traurig und lethargisch. Aber das finde ich auch ok. In meiner aktuellen Podcast-Folge von Aufgschnappt  mache ich mir genau darüber Gedanken. Über all das, was ich tun könnte, aber nicht tue. Und über den Druck, den ich spüre, sobald ich in die sozialen Netzwerke schaue. Da hab ich nämlich den Eindruck, ALLE machen jetzt was. Nur ich nicht. Stimmt nicht. Muss ich mir nur immer mal wieder sagen.
Was ich schaffe, ist täglich aufstehen, mich anziehen, ein bisschen üben, Kontakt zu lieben Menschen halten, etwas lesen, viel essen und versuchen, meine gute Laune nicht zu verlieren. Das ist schon eine Menge! Und dazu kommt noch, dass ich immerhin schon zwei Ausschnitte von meinem Programm „Ned blöd … für a Frau!“, aufgezeichnet am 1.3.20, für Youtube ausgeschnitten und hochgeladen habe. Das ist sogar noch ein bisserl mehr! Sehen kann man die Videos auf meinem Youtube Kanal, den man natürlich abonnieren kann. Künftig sollen da noch ein paar mehr Videos dazukommen, aber bitte rechnet in der aktuellen Krisenzeit nicht mit zu viel. Es kommen wieder bessere, produktivere Zeiten!