Weihnachtstipp: Gerhard Polt und die anderen

Für alle Polt-Interessierten gibt es eine Geschenkempfehlung: Das Taschenbuch „Gerhard Polt und die anderen“ erzählt den künstlerischen Werdegang von Gerhard Polt und beschäftigt sich vor allem mit seinen wichtigsten Nummern und Texten.

Claudia Pichler promovierte über „Fremdheit bei Gerhard Polt“. Jetzt erscheint mit „Gerhard Polt und die anderen“ die Essenz ihrer Forschungsarbeit: bebildert, fußnotenfrei, verständlich und unterhaltsam, also die kulinarische Variante der Doktorarbeit für alle. 

Das Buch kostet 15 Euro und kann bei der PUSTET online bestellt werden.

Benediktbeuern: König Otto I. und der Frühschoppen

Wenn das Wetter dermaßen unbeständig ist wie zurzeit, dann sollte man jeden schönen Tag spontan nutzen. So zum Beispiel für einen Ausflug nach Benediktbeuern, wo nicht nur ganz bequem der Zug direkt von München aus hin fährt, sondern wo es vor allem viel Schönes zu entdecken gibt.

Die Basilika, der Kräutergarten, der Klostergarten und natürlich der Biergarten – all das ist ohnehin immer einen Besuch in Benediktbeuern wert. Dazu kommt zurzeit noch eine kleine, aber sehr feine Ausstellung über den vergessenen König Ott0 I. Der jüngere Bruder von Ludwig II. war immerhin 30 Jahre bayerischer König, allerdings aufgrund seiner psychischen Erkrankung keinen einzigen Tag davon in der Lage, die Regierungsgeschäfte zu führen. Dies tat an seiner Stelle sein Onkel Luitpold. Bei der Krönung war Otto bereits seit drei Jahren auf Schl0ß Fürstenried interniert. Sein Leben, die Entwicklung seiner Geisteskrankheit sind genauso Teil der Ausstellung wie Vergleiche mit seinem viel berühmteren Bruder und die „Heilmethoden“ der Psychiatrie seiner Zeit. Die Ausstellung ist noch bis 12. Juli zu sehen.

Ein Besuch am Sonntag ist dringend empfohlen, denn dann gibt es bei gutem Wetter im klösterlichen Biergarten einen Musikfrühschoppen. Gegen einen kleinen Abstecher zum Starnberger See auf dem Rückweg spricht auch rein gar nix.